Das Präferenz-Spiel

Das Präferenz-Spiel wird mit oder ohne Chinesen, mit drei Bällen, fünf Kegeln und einem Chinesenkegel gespielt.

Der Chinesenkegel kommt zwischen dem unteren weißen Kegel und dem unteren weißen Ball zu stehen.

Während des Spieles wird er nach dem Umwerfen dorthin gestellt, wo sein Fuß hinzeigt.

Bei der Aufstellung der Kegel während des Spiels ist darauf zu achten, daß diese immer eine symetrische Figur bilden. Gegebenenfalls erhält der König seinen Platz seitwärts zwischen zwei Kegeln.

Gezählt wird bei diesem Spiel für den Spieler nach folgender Berechnung:

Billard Präferenz-Spiel

Fällt der Chinese mit anderen Kegeln, so werden die in der vorherigen Aufstellung angegebenen Punkte mit dazugerechnet. Springt ein weißer Ball heraus, so zählt das trotzdem zwei Punkte für den Spieler. Es werden noch zwei Punkte hinzugezählt, wenn er Kegel umgeworfen oder karamboliert hat.

Die Kegel können auf dreierlei Weise umgeworfen werden:

  1. allein durch einen oder beide weiße Bälle, und zwar Abschlag eines oder beider von der Bande;
  2. nach vorausgegangener Karambolage;
  3. durch roten Ball, welcher zuerst an die Bande und dann durch Berührung von einem oder beiden der weißen Bälle die Kegel umwirft.

Springt der rote Ball aus dem Billard, so wird er oberhalb oder unterhalb der Kegel wieder aufgesetzt. Will man den roten Ball nicht spielen, muß er wenigstens um seinen Durchmesser vom Platz bewegt werden, mittels Queue oder der Hand. Dies ist die einzige Ausnahme von der "Allgemeinen Billard-Vorschrift".

Nach derselben Wertung, wie Pluspunkte angerechnet werden laut Tabelle, werden auch die Fehler angerechnet:

  1. durch roten Ball bei dessen Berührung der Kegel, ob direkt oder indirekt;
  2. wenn der rote Ball einen umgeworfenen Kegel berührt und dieser dann noch andere umwirft;
  3. wenn der zuerst angespielte weiße Ball die Bande nicht berührt oder zuvor nicht karamboliert hat und Kegel umwirft;
  4. wenn Kegel während des Stoßes mit der Hand oder dem Queue umgeworfen werden;
  5. oder mittels eines Queuestoßes, ohne daß dabei wenigstens eine Fußspitze den Boden berührte;
  6. wenn der rote Ball herausspringt, nachdem er durch die weißen Bälle Kegel umgeworfen hat, kommen zu vorstehender Tabelle noch zwei Strafpunkte dazu;
  7. wenn der rote Ball keinen weißen Ball berührt, ebenso wenn der falsche Ball gespielt wird, kommen zwei Strafpunkte zur Berechnung;
  8. wenn der rote Ball herausspringt, ohne daß einer der weißen Bälle berührt wird oder Kegel umgeworfen werden, so zählt dies Fehlerpunkte

In der Preferenzpartie ist immer dann eine Karambolage gegeben, wenn sich alle Bälle berühren, ganz gleichgültig, in welcher Reihenfolge dies geschieht.